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| Evaristo Portas González bei der Arbeit: Vier Stunden Muschelsuche. Foto: JB |
Jetzt beginnt der Arbeitstag der Muschelsucher. Mit ihren Kuttern fahren sie nur wenige hundert Meter raus vor die Küste und werfen dort ihre zwei Anker. „Muscheln setzen sich gerne in die Nähe von Felsen“, weiß Evaristo Portas González und steuert deshalb eine kleinen Felsenformation im Wasser an.
Hier haben auch schon fünf seiner Kollegen festgemacht und schütteln den Kopf: „Hier ist heute nichts“, rufen sie Evaristo zu. Doch der 35-Jährige lächelt nur über den Trick: „Wir lügen alle ein bisschen, damit wir die besten Plätze für uns allein haben.“
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| Evaristo Portas González zeigt Touristen seine Arbeit. Foto: JB |
Nach einigen Minuten zieht Evaristo den gefüllten Korb wieder an Bord. Die kleinen Muscheln wirft er zurück ins Meer, genauso wie Algen und Krabben. Ihn interessieren nur die Venus-Muscheln, die „almejas“.
Je feiner die Rillen und je größer die Muschel an sich, desto besser. Pro Kilo Muscheln bekommt Evaristo durchschnittlich 17 Euro, auf dem Markt verkauft werden sie schließlich für rund 40 Euro. Maximal fünf Kilo Muscheln darf ein Fischer pro Tag fangen, damit die Rías nicht leer gefischt werden. Das wird strengstens kontrolliert. Wer mit mehr erwischt wird, der ist seine Lizenz los.
Für Evaristo bedeutet das heute aber auch: Nach vier Stunden Muschelsuche hat er genug gefangen und kann für heute Feierabend machen. "Das ist das Schöne an meinem Job: Kein Chef, nur vormittags arbeiten, ich kann draußen sein und für mich allein genügt das Geld."
Trotzdem, reich wird man bei der schweren Arbeit nicht - und um den Fischern ein Zubrot zu ermöglichen, gibt es seit gut einem Jahr ein neues Projekt der Fischer in Galicien. Sie bieten an, die Fischer bei ihrer Arbeit zu begleiten. "Für die Touristen ist das eine ganz neue Erfahrung und sie verstehen so vielleicht auch besser, warum Meerestiere so teuer sein müssen - da steckt viel Arbeit hinter. Und für uns bedeutet das nicht nur ein kleines Taschengeld, sondern auch eine Abwechslung!"
Fotos & Text: Janine Bergendahl
Weitere Infos gibt es beim Spanischen Fremdenverkehrsamt Düsseldorf, Tel. 0211/6803981, und unter www.pescanatur.es
Formentera: Ein Meer aus Grün und Blau
Wer in Ibiza landet, der sieht sie sofort: Die Partypeople, die Nachtschwärmer, die Freaks. Laut ist es hier. Laut und trubelig. Als ständiger Schatten begleitet uns die wummernde Musik aus Bars, Kiosken und Bussen.
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| Am Strand der Cala Saona Foto: JB |
Die ewige „kleine Schwester“ von Ibiza macht es den Besuchern leicht, ihre 82 Quadratkilometer zu lieben: Weiß-goldene Sandstrände und versteckte, kleine Buchten, dazu glasklares Wasser, das in allen erdenklichen Blau- und Grüntönen schimmert.
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| Der Leuchtturm in La Mola. Foto: JB |
Allein daran kann man sich nicht satt sehen. „Ein Türkis wie in der Karibik“, flüstert mein Kollege leise, denn man mag den ausgelutschten Vergleich nicht mehr laut aussprechen. .... und doch: Er stimmt.
Hier herrscht eine Ruhe, die die Zeit stehen lässt. Ab und an saust eine Vespa vorbei (der Einfluss der italienischen Touristen ist nicht zu leugnen), eine Möwe stößt kreischende Laute aus - dann hört man wieder nur den Wind und die Wellen rauschen. Entspannung pur.
Wer etwas mehr Nervenkitzel sucht, der
fährt zum Leuchtturm in La Mola im Osten der Insel. 1860 erbaut ragt der
weiße Far de la Mola 160 Meter über dem Meeresspiegel in die Höhe. Der
Adrenalinschub kommt aber erst, wenn sich jemand zu nah an den schroffen
Abgrund wagt. Rund 100 Meter unter uns spiegelt sich die Sonne im
Wasser, schon so manchen kosteten die steil herunterfallenden Felswände
das Leben.
Da
widmen wir uns doch lieber den grün-bläulich schimmernden
Pityusen-Eidechsen, die hier überall durchs Gebüsch huschen oder
genießerisch auf den Felsen Sonne tanken. Größer als Geckos und vor
allem weniger schreckhaft bleiben die Eidechsen sitzen bis auch das
letzte Foto gemacht ist.
Danach geht’s zum Shoppen nach
Sant Francesc Xavier (von den Touristen auch gern „San Fransisco“
genannt), dem Verwaltungszentrum des Gemeindebezirks Formentera.
Hier gibt es vor allem kleine Lädchen mit Batik-Tüchern und
-Kleidern, bunten Schmuck aus Perlen und Muscheln und allerlei
Souvenirs. Mit vielen Tütchen und Beuteln bepackt geht es für
uns zur Stärkung ins Café Plate. Unter einem Dach aus
Blättern lässt es sich auch in der heißen Mittagszeit
gut aushalten - und das Kommen und Gehen auf dem Hauptplatz hat man
vor hier aus auch ideal im Blick.Am späten Nachmittag fahren wir dann mit dem Rad weiter zum nächsten Örtchen: Sant Ferran de ses Roques. Einige wenige Lädchen warten auf die Besucher, die aber alle nur ein Ziel haben: die "Fonda Pepe". Auch wenn der Name es vermuten lässt, handelt es sich hier nicht um eine Unterkunft, sondern um die Kultkneipe auf Formentera.
Seit über 60 Jahren wird das Familienunternehmen gehegt und gepflegt, mittlerweile gibt es auch ein angeschlossenes Restaurant mit ebenso moderaten Preisen wie im Schankraum selbst. Dabei ist die Fonda Pepe längst kein Geheimtipp mehr: Jeden Tag kommen Einheimische, Touristen und Eingebürgerte hier zusammen, um zu trinken und (zur fortgeschrittenen Stunde) zusammen bei Gitarrenklängen zu singen und zu tanzen. Egal ob im Lokal oder davor - hier muss man seinen Abend ausklingen lassen.
Alle Fotos & Texte - copyright Janine Bergendahl
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| Bananenstaude mit Blüte auf La Palma Foto: Janine Bergendahl |
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| Wandern auf La Palma Foto: Janine Bergendahl |
Wer La Palma, die „isla bonita" der Kanaren, auf ihren vulkanischen Ursprung reduziert und eine öde Vulkan-Landschaft erwartet, der wird vom 706 km² kleinen Eiland überrascht. Kein Wunder, wird La Palma doch auch "die Grüne" ("La Verde") genannt.
Platanos
Vor allem im Süd-Westen der Insel sieht man dicht an dicht die Plantagen mit grünlich-gelbe Bananen-Stauden mit ihren violetten Blüten. Die Haupteinnahmen der Insel liegen nämlich laut Statistik nicht im Tourismus, sondern in Bananen. Die so genannten Platanos sind sehr viel kleiner als unsere XL-Bananen, dafür aber auch viel geschmackvoller und süßer. Das liegt am hohen Fruchtzucker-Wert von 22 Prozent, bei hiesigen Bananen kommen wir gerade mal auf 18 Prozent.
Der größte Feind der Bananen ist der Wind - er knickt die Pflanzen ab und vernichtete so in der Vergangenheit ganze Ernten. Deshalb sind die Palmieros jetzt dazu übergegangen, eine chinesische Sorte anzubauen. Sie wird zwischen 3,5 und 4 Meter hoch und bietet so dem Wind weniger Angriffsfläche. Außerdem schützen viele Plantagenbesitzer ihre Pflanzen mit weißer oder grauer Plastikfolie. Der Bananen-Anbau wird kräftig subventioniert, denn allein für ein Kilogramm Bananen werden 800 Liter Wasser benötigt. Jährlich werden etwa 60.000 Tonnen Bananen von La Palma aus verschifft.
Insel-Leben
La
Palma ist die fünftgrößte Insel der Kanaren und hat sich immer noch
ihren Ruf der "individuellen Insel" erhalten. Farbenfrohe Häuser in
Lila, Hellblau, Orange und Rosa erinnern an Kuba
und setzen schöne Akzente gegen den strahlendblauen Himmel. Die
Inselregierung bezuschusst auch dieses bunte Treiben und so ist der
Experimentierfreude in knalligen Farben scheinbar keine Grenze gesetzt.Wanderungen
Naturfreunde
wie Wanderer kommen auf La Palma auf ihre Kosten. Das Wander-Wegnetz
erstreckt sich über tausend Kilometer und ist dabei mit Farbmarkierungen
gekennzeichnet. Gelbe Zeichen weisen solche Wege aus, die in ihrer
Gesamtlänge maximal 10 Kilometer betragen. Doch auch längere Touren sind
möglich. So steht die Markierung "GR" (Gran Recorrido) für Wege, die in
ihrer Länge nicht an einem Tag durchwandert werden können. Hier gibt es
von der Inselregierung einen speziellen Führer (Topoguía) inklusive
Wanderkarte. Unerfahrene Wanderer sollten besser professionell geführte Trekking-Touren begleiten, die in den Schwierigkeitsstufen "leicht", "mittel" und "anstrengend" angeboten werden. Für alle Wanderer aber gilt: Ohne professionelles Schuhwerk (keine Turnschuhe!) sollte man keine Tour wagen. Die Wege sind an manchen Stellen sehr schmal und führen auch an tiefen Schluchten entlang. Zehn Touristen lassen pro Jahr ihr Leben auf Wanderungen - Hauptgrund ist hier die falsche Ausrüstung!
Genuss
Die kanarische Küche ist einfach, aber köstlich. Gebratener oder gegrillter Fisch wie
Seepapagei, Dorade, Zackenbarsch oder Rotbrasse schmecken hier am besten.
Dazu gibt es Salat und kanarische Kartoffeln, die in Meerwasser
gekocht und mit grüner oder roter Mojo, also scharfer
Paprika-Knoblauchsauce, gegessen werden.
Zum Nachtisch bieten heimische
Früchte wie Bananen, Kiwis, Papayas, Feigen und Mangos eine
gesunde Alternative zu Zuckercreme, Biskuit und almendrados,
kleinen Mandeltörtchen. Palma ist außerdem berühmt
für seine flüssigen Spezialitäten: Wein, Rum und
hausgemachte Liköre.
Nach einem reichhaltigen Essen genießt man als krönenden Abschluss am besten Puros, wie die Zigarren auf La Palma genannt werden. Die Rauchwaren haben einen sehr guten Ruf, der durchaus mit dem der kubanischen Havannas mithalten kann.
Nach einem reichhaltigen Essen genießt man als krönenden Abschluss am besten Puros, wie die Zigarren auf La Palma genannt werden. Die Rauchwaren haben einen sehr guten Ruf, der durchaus mit dem der kubanischen Havannas mithalten kann.
Text & Fotos: Janine Bergendahl
Mauren und Christen

Einmal im Jahr brummt es in Alcoi. Dann ziehen sich die Einwohner ihre traditionellen Trachten und farbenfrohen Kostüme an, die Balkone werden festlich geschmückt und das Konfetti in Position gebracht.
Der Samstag ist der Dia de las Entradas beim Fest der Mauren und Christen und dann sind nicht nur die rund 60.000 Einwohner Alcois auf den Beinen. Auch die umliegenden Städte im Hinterland der Costa Blanca machen sich auf den Weg, um das einzigartige Schauspiel zu besuchen: Die Umzüge der kostümierten Bruderschaften.

Beim Fest der Moros y Cristianos ziehen tausende Laiendarsteller durch die Straßen, winken, jubeln, tanzen. Das Publikum sitzt dicht gedrängt an den Straßen, auf den Balkonen, wirft Konfetti, jubelt, winkt ebenfalls und applaudiert den Darstellern: Feuerschlucker, Akrobaten, Tänzerinnen, Reiter und viele, viele Musikgruppen sind unterwegs.
Trommeln
wie bei "Ben Hur", stattliche Ritter mit Rüstung und Lanze und
wunderschöne Pferde machen das Schauspiel zu einer bildgewaltigen
Zeitreise. Zu Ehren des heiligen Georgs findet sich überall das
Georg-Kreuz: Rotes Kreuz auf weißem Grund. Mindestens 1000 Euro kostet
ein traditionelles Kostüm - Wappen, Schuhe und Lanzen gehen noch mal
extra. Ein Helm schlägt mit 300 Euro zu Buche.
Über
vier Stunden lang laufen die Fußgruppen der Christen durch die Altstadt
von Alcoi. Zuschauer und Teilnehmer der Umzüge stärken sich mit "Mentira", einem Getränk, das nicht umsonst "Lüge" heißt
- sieht es doch nach harmloser Cola aus, ist aber eine Mischung aus
zwei Dritteln Zitronen-Slush (halbgefrorener Limonade) und einem
großzügigen Anteil Kaffeelikör - der vorallem in der Mittagshitze seine
Wirkung zeigt. Nach einer kleinen Siesta geht es dann weiter: Der Einzug der Mauren beginnt gegen 17 Uhr und soll an die maurischen Formationen des Caudillo Al-Azraq erinnern. Leuchtende, rote Hosen kombiniert mit Hemden in Kanariengelb, dazu bunte Troddeln an den Stiefeln - der orientalische Einzug der Mauren ist ein Fest der Farben.

Auch akustisch gibt es was auf die Ohren: Jedes Jahr werden speziell für den Umzug Märsche geschrieben, die nur einen einzigen Tag lang gespielt werden. Im nächsten Jahr gibt es dann wieder neue Kompositionen.
Außerdem werden 3500 Kilo Knaller in die Luft gejagt - für Spanier ein Zugeständnis: Früher waren es 7000 Kilo Munition, die an dem Festtag für ordentlich Krach sorgten.
Mehr Bilder vom Fest finden Sie hier!
Alle Fotos - copyright Janine Bergendahl
Fuerteventura: Siente la isla – Fühl die Insel
Sanfte Wellen. Eine kühle Brise.
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| Endlose Weiten: Der Strand von Jandía. Foto: JB |
Los ging´s heute Morgen in Las Salinas. Hier wird in den Salinen traditionell Salz gewonnen. Wie ein überdimensionales Schachbrett liegt die Anlage vor uns, alle paar Meter kleine weiße Häufchen aus Salz – fast wie Schnee.
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| Salinen vor dem "museo de la sal". Foto: JB |
Danach führt uns unsere Tour gen Süden, in den Oasis Park La Lajita. Nicht nur für die Kleinen lohnt der Ausflug in den wunderschön angelegten Garten mit Strelizien, Kakteen, Sukkulenten und vielen weiteren kanarischen Pflanzen. Daneben locken Papageien, Zebras, Flamingos, Giraffen, Seelöwen und Nilpferde die Gäste an ihre Gehege. Am Ende geht´s dann noch per Kamel auf Safari. Wer´s weniger schwindelerregend mag, der besucht besser die Seelöwenshow, die an Originalität und Charme manch großem Zoo etwas vormacht.
… und jetzt aalen wir uns am Strand von Jandía, in türkisfarbenem Wasser, und an einem goldenen und scheinbar endlosen Strand. Mit dem guten Gewissen, kulturell einiges gesehen zu haben und jetzt das süße Leben genießen zu dürfen.
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| Windverdrehter Sabina-Baum auf El Hierro. Foto: JB |
Es gibt einen neuen Reise-Trend in Andalusien: Urlaub auf Haciendas. Dabei sind streng genommen nicht alle Domizile tatsächlich Haciendas. Der Spanier unterscheidet zwischen einem Cortijo und einer Hacienda.
Beides waren ursprünglich rein landwirtschaftliche Betriebe, wobei Haciendas nur Olivenöl produzierten. Rund um die Cortijos hingegen wurde von Oliven über Orangen und Gemüse alles angebaut. Die Namensgebung liegt also teilweise einige Jahrhunderte zurück, je nachdem wie alt die ehemaligen Gutshöfe sind. Für den Urlauber von heute macht das Alter der Häuser aber keinen Unterschied. Nur wenig umgebaut - um den Charme nicht zu zerstören - aber rundum renoviert, lassen die neuen Feriendomizile keinen Komfort missen.
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| Im Pilger-Örtchen El Rocío gibt es keine
betonierten Straßen – hier lohnt der Besuch des „Cortijos Los Mimbrales“ mit seinen hübschen Häuschen in rot-gelb. Foto: J. Bergendahl |
Alle Haciendas haben einen äußeren Ring, in dem damals die Bediensteten untergebracht waren, und einen inneren Ring, der ausschließlich den Herrschaften vorbehalten blieb. Viele der heutigen Gästehäuser betreiben immer noch Landwirtschaft und die Zimmer sind oft sehr individuell eingerichtet. Mal typisch andalusisch, mal rustikal, mal upper class Suite – hier findet jeder Geschmack das Passende.
Vor allem für Städte-Hopper ist der Hacienda-Trend in Andalusien zu empfehlen, denn viele der Haciendas und Cortijos liegen in der Nähe von so bekannten und beliebten Städten wie Jerez de la Frontera und Sevilla. So kann der Touri tagsüber die Stadt entdecken und sich dann abends wieder in die ländliche Ruhe flüchten.
Übrigens: Etliche Hacienda- und Cortijo-Besitzer haben sich zu einem Verband zusammengeschlossen, der Asociacion Haciendas y Cortijos. Infos gibt es unter www.hyc-andalucia.com und beim Spanischen Fremdenverkehrsamt in Düsseldorf unter 0211-6803981.
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Toledo – eine Stadt wie eine Filmkulisse. Umringt von gewaltigen Stadtmauern scheint es fast so, als ob jeden Moment Ritter auf ihren Pferden durch die schmalen Altstadtgassen galoppieren und Burgfrauen aus den schmalen Erkerfenstern winken werden.
Gerade
mal 70 Kilometer von Madrid entfernt fühlen sich hier die
Besucher ins Mittelalter zurückversetzt. Kein Wunder, denn in
Toledo gibt es nicht nur eine Vielzahl an historischen Bauwerken,
vielmehr wirkt die ganze Stadt wie ein riesiges Open-Air-Museum:
ocker-farbenes, dickes Mauerwerk, beeindruckende Gebäude wie das
Amphitheater aus der Römerzeit und die Moschee Mezquita
del Cristo de la Luz aus dem 10. Jahrhundert. So wurde vom Staat kurzerhand die
gesamte Stadt Toledo zum Nationalen Monument erklärt.
Bei einem Rundgang durch die engen Straßen der tausendjährigen Stadt kann man sich die Bauwerke der verschiedenen historischen Epochen am besten „erwandern“.
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| Kathedrale von Toledo |
Wer etwas Typisches aus Toledo mitbringen möchte, der greift zu Marzipan (Santo Tomé ist die bekannteste Marke) und
Mandelgebäck – oder zum Schwert. Die "Schwerte von
Toledo" machten die Stahlproduktion der Stadt einst weltberühmt
und werden auch heute noch als traditionelle Handwerkskunst verkauft.
Selbstverständlich gibt es auch kleine Brieföffner und
Stiletts als Souvenir. Außerdem zählen Keramik, Leder,
Manchego-Käse, Olivenöl und Wein zu den beliebtesten Mitbringseln.
Alle Fotos & Texte - copyright Janine Bergendahl
Alle Fotos & Texte - copyright Janine Bergendahl
Liebe auf Umwegen: El Hierro
Klein, ruhig, abgelegen – die Rede ist von El Hierro, der kleinsten der kanarischen Inseln. Es wundert nicht, dass viele sie auch als die „vergessene“ Insel bezeichnen, denn hier gibt es keinen Touristen-Trubel und auch keine Betten-Burgen. Hier findet sich (fast) nichts als Ruhe und Natur.
El Hierro ist deshalb auch ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaberer. Im Nebelwald „Monteverde“ ist es mystisch-still. Das ständig feuchte Klima hat die Bäume mit einer Moosschicht überzogen und so leuchten die Moose in den verschiedensten Grüntönen. Die windschiefen, verwitterten Kiefern- und Lorbeerbäume bieten dabei eine einzigartige Atmosphäre, ein wenig gruselig und doch wunderschön. Tagsüber also ein spannender Ort, nachts überlässt man ihn lieber den Zauberwesen der Insel, so sagen es die Einheimischen.
Ein Wahrzeichen von El Hierro ist die Sabina, ein Wacholderbusch, der im äußersten Westen auch als Baum zu sehen ist. Hier sieht man im letzten Wacholderwald der Insel („el Sabinar“) die jahrhunderte-alten Bäume, die sich dem steten Wind gebeugt haben und dabei bizarre Formen annahmen. Die Baumkronen neigen sich zum Boden und ihre knorrigen Stämme sind trotz der Dicke abenteuerlich verdreht.
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| La Restinga auf El Hierro. Foto: JB |
Ebenfalls einer genaueren Betrachtung unterziehen sollte man die schwarzen Lavafelder „Los Lajiales“ im Süden von El Hierro. Die erkaltete Lava zeigt sich in den absonderlichsten Formen: Fladen, Wülste, Blasen und Stricke ergeben immer neue Muster, die die Fantasie beflügeln.
Damit das kanarische Idyll so bleibt wie es ist, dafür setzt sich auch die Inselregierung ein. Seit 1999 steht die gesamte Insel unter Naturschutz. Deshalb sind Mitbringsel aus der Natur wie etwa Äste der Sabinas oder Lavasteine strikt verboten.
Wer so viel Einzigartiges und Ursprüngliches erleben will, der muss zuvor allerdings auch einige Strapazen in Kauf nehmen. Denn auch wenn die Kanaren normalerweise in 4 Stunden zu erreichen sind, hier dauert die Anreise deutlich länger: Zunächst geht es nach Teneriffa und von dort weiter entweder mit dem Flugzeug (ca. 60 Euro/Flug) oder aber mit der Fähre (50 Euro). Vor Ort empfiehlt sich auf jeden Fall ein Mietwagen, denn das Busnetz der Insel ist nicht sehr weit ausgebaut.
Alle Fotos & Texte - copyright Janine Bergendahl
Kennst du Elche?
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| Majestätisch ragen die Palmen über die Besucher. Foto: JB |
Wer Elche besucht, dem werden zuerst die vielen Palmen auffallen. Über 200.000 Pflanzen umschließen die Stadt wie ein grüner Gürtel und laden zu einem zwei Kilometer langen Rundgang unter Palmen ein. Der sogenannte „Palmeral“ wurde im Jahr 2000 sogar von der Unesco zum Weltkultur-Erbe ernannt. Doch auch über die ganze Stadt verteilt, findet man immer wieder exotische Gärten, in denen die Spanier Schatten und Ruhe finden.
Sehenswert ist auch der „Huerto de la cura“, ein riesiger Garten mit Palmen, Tropengewächsen, Kakteen und Wasseranlagen. Besucher können hier die „Palmera Imperial“, eine siebenstämmige Dattelpalme, bewundern. Ihren Namen „Kaiserpalme“ verdankt sie übrigens der Kaiserin „Sissi“, die schon 1894 den Palmengarten besuchte.
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| El Huerto del Cura hat den Status des "Nationalen Kunstgarten". Foto: JB |
Die Landschaften rund um Elche sind ökologisch besonders wichtig: Naturparks, Vogelschutz- und Feuchtgebiete sorgen für eine große Vielfalt an Flora und Fauna. Besucher können die städtischen Naturparks „El Clot de Galvany“ und „Las Salinas“ besuchen und an Vogelbeobachtungs-Plätzen viele Wildvögel sichten.
Doch nicht nur die Natur ist atemberaubend - Elche hat auch historisch einiges zu bieten. Das Rathausgebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert und im historischen Zentrum in der Altstadt findet man alte Arabische Bäder und wunderschöne Fassaden wie die der Basilika Santa María.
Alle Fotos & Texte - copyright Janine Bergendahl
Frauen finden in Barcelona ihr Wohlfühl-Paradies
Barcelona ist jung, frisch und im Aufwind, und damit liegt die spanische Destination auf Platz 4 der beliebtesten Städtetrips in ganz Europa. Doch jetzt will Barcelona eine neue Zielgruppe erschließen: Die Frau - und das am liebsten mit ihren besten Freundinnen.
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| Hier stehen nicht nur die Elefanten Kopf. Eine Skulptur von Miquel Barceló. Foto: JB |
Das Ziel der Begierde ist zwischen Mitte 20 und Mitte 50, steht im Leben, ist klug, hipp und hat das nötige Kleingeld, um sich den kleinen Luxus ruhigen Gewissens gönnen zu können. Kultur, Sightseeing und die berühmten Gaudí-Bauten besuchen – na klar. Aber diese weiblichen Touris wollen mehr. Sie wollen Spaß! Denn sie haben Geld in der Tasche und keine Angst es auszugeben.
Nie war ein Pashmina-Schal so wertvoll, wie wenn er mit wunderbaren Erinnerungen verquickt wird. Und so tummeln sich die Mädels im angesagten Viertel Gràcia, um sich die angesagtesten Designer-T-Shirts zu sichern, bei „Instinto“ bunten Schmuck zu erstehen oder ihrem Liebsten bei „Red Market“ das passende Souvenir zu kaufen. Individualität ist das höchste Gut und so finden sich hier abgefahrene Spielzeug- und Comicläden genauso wie Friseure, bei denen schon die Schaufensterbilder sagen: „Nur für besonders Mutige“.
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| Im Park Güell gibt es tolle Gaudí-Bauten. Foto: Spanisches Fremdenverkehrsamt |
Nach einer ausgiebigen Shoppingtour entspannt man sich am besten im Spa. Eine Wellness-Behandlung für 150 Euro? Kein Problem, aber dann bitte nicht im stillen Asia-Tempel, sondern mit einer Flasche Cava, süßen Brownies und der besten Freundin neben sich im plüschigen Bademantel. „Wir bieten hier das „Sex and the City“-Gefühl“ verspricht Beatrice, Kosmetikerin im Bliss Spa des angesagten „Hotels W“, und so kommen auch immer mehr Frauen, um „unter sich“ Spaß zu haben. „In Spanien liegt es voll im Trend, den Junggeselinnenabschied im Spa zu feiern.“ Laut und lustig lassen sich dabei die Frauen verschönern.
Frisch gestärkt gehen sie dann auf die Piste. Barcelonas Nachtleben beginnt meist am Hafen, wo sich in den letzten sieben, acht Jahren eine völlig neue Skyline entwickelt hat. Wo früher nur ein Wall das Meer begrenzte, reihen sich jetzt Cafés, Restaurants und viele kleine Clubs entlang der Strandpromenade. Am Küstenstreifen Port Vell finden sich vor allem wunderbare Fischrestaurants mit Flair wie etwa das „La Gavina“. Nach Gambas, Muscheln und Fisch lohnt sich ein Spaziergang über die Rambla de Mar. Die Luft, der Ausblick und die maritime Atmosphäre verzaubern auch nachts die Besucher.
Alle Fotos & Texte - copyright Janine Bergendahl


















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